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Ergebnisse der Umfrage: Was wünscht ihr euch von einer Spielleitungshilfe für Kinderrollenspiel?

Die Ergebnisse unserer Spielleitungsumfrage sind ausgewertet und an dieser Stelle erst einmal einen riesigen Dank an alle 138 Personen, die mitgemacht haben!

Wir haben eure Erfahrungen abgefragt, vor allem natürlich, welche Herausforderungen und Schwierigkeiten ihr erlebt, damit wir diese in einer Spielleitungshilfe adressieren können. Dadurch haben wir hilfreiche Einblicke in eure Kinderrollenspielrunden erhalten.

Natürlich ist das Ziel, daraus eine gute Starthilfe für Little Wizards zu machen und für unser Förderprojekt „Abenteuer im Krankenzimmer“ ganz gezielt Ehrenamtliche auszubilden, damit sie mit kleinen Patientinnen und Patienten des UKSH Little Wizards Spielrunden im Krankenhaus durchführen können. Doch sehen wir in den Daten viel Potenzial für eine allgemeine Spielleitungshilfe, an der wir auch arbeiten wollen.

Als ersten Schritt veröffentlichen wir hier die Ergebnisse der Umfrage.

So sind die Daten zu lesen: Hinter jeder Frage schreibe ich, wie viele Personen geantwortet haben. Z. B. 106 von 138 bedeutet, dass von den 138 Personen 106 diese Frage beantwortet haben. Das hat Auswirkungen auf die Grundgesamtheit und meint in diesem Fall, dass die 106 die 100 % in den prozentualen Anteilen bilden.
Die Zahlen in den Klammern, wie bspw.

  • Kein Gruppenspiel unter den Kindern (7)

stellt dar, dass ich unter allen Antworten sieben Antworten hatte, die sich unter dem Thema fehlendes Gruppenspiel zusammenfassen ließen. Generell habe ich alle offenen Antworten gelesen und in Kategorien sortiert, um auch zu sehen, wie oft bestimmte Themen genannt werden. So sind auch die Antworten von mir zum Teil paraphrasiert, d.h. ich gebe eure Antworten in meinen eigenen Worten wieder.

Wir haben absichtlich keine personenbezogenen Daten zu Geschlecht, Alter oder anderen Merkmalen wie Bildung oder Beruf von den Teilnehmenden der Umfrage erhoben, weil diese Informationen für unser Umfrageziel keine Rolle spielen bzw. nicht ausgewertet werden würden.

Teil 1: Wer sind unsere Befragten – Rollenspielerfahrungen

Wie viel Erfahrung hast du als Spieler*in mit Pen-and-Paper-Rollenspielen (RPG)? 106 von 138

Die meisten spielen regelmäßig (74,5 %), einige Erfahrung haben 17 Personen (16 %). Wenig (5,7 %) oder gar keine Erfahrung (3,8 %) war eher selten vertreten.

Wie viel Erfahrung hast du als Spielleitung mit Pen-and-Paper-Rollenspielen (RPG) für Erwachsene? 129 von 138

Auch sind die meisten erfahrende Spielleitungen und spielleiten regelmäßig für Erwachsene (64,3 %) oder haben einige Erfahrung (14 %), wenig (10,9 %) oder gar keine (10,9 %). 

Hast du schon für Kinder ein Rollenspiel geleitet? 126 von 138

Bei der Spielleitungserfahrung für Kinder ist es ausgeglichener. Auch wenn nur 12 Personen (9,5 %) regelmäßig für Kinder spielleiten, haben 53 (42,1 %) schon einige Spielrunden geleitet und 25 (19,8 %) es einmal ausprobiert. 36 Personen (28,6 %) haben bisher keine Spielrunde für Kinder geleitet.

Welches Rollenspiel für Kinder hast du schon gespielleitet? 97 von 138

Folgende Rollenspiele wurden für Kinder gespielleitet:

  • Ein anderes Kinderrollenspiel (52,6 %), darunter So nicht, Schurke!, Mausritter, Monsterjagd, Äventyr, Starport und My Little Pony
  • Ein Rollenspiel für Erwachsene, das für Kinder passend gemacht wurde (52,6 %), darunter angepasstes DSA, D6, Psi*Run, InSprectres, Questworld, Splittermond, The Troubleshooters, Star Wars, Tiny Dungeon und viele mehr
  • Little Wizards haben 42,3 % für Kinder gespielleitet
  • Etwas selbstausgedachtes (27,8 %)
  • Ein edukatives (8,3 %) wie z. B. Meine fürchterlich besten Freunde und Abenteuer im Märchenwald oder anderes (8,3 %)

Teil 2: Welche Schwierigkeiten haben sie in ihren Kinderrollenspielrunden erlebt

Was bereitet dir meisten Schwierigkeiten oder Unsicherheit beim Spielleiten für Kinder? 100 von 138

  • Unterschiedliche Bedürfnisse in der Gruppe (53 %)
  • Aufmerksamkeit halten (52 %)
  • Mit Chaos / Abschweifungen umgehen (43 %)
  • Regeln erklären (20 %)
  • Kreativität der Kinder lenken (19 %)
  • Konflikte zwischen den Kindern (19 %)
  • Rahmenbedingungen (11 %)
  • Improvisieren (8 %) 
  • Eigene Überforderung (4 %)
  • anderes (5 %)

Als andere genannt:

  • Förderung der Teilnahme der Kinder, dass sie sich auch aktiv Einbringen wollen / Kinder hören zu, aber bringen sich wenig selbst ein
  • alles in kürzerer Zeit unterbringen
  • Geeignete Abenteuer finden, Geschichten die mit wenig Gewalt auskommen. Umgang mit Kämpfen bei Kindern, die im Übergang zum Jugendlichen stehen
  • Die Befürchtung, Inhalte nicht kindgerecht genug zu vermitteln

Welche Rahmenbedingungen machen Schwierigkeiten? 101 von 138

  • Keine: 48,5 %
  • Spielrunde in den Alltag einbauen 20,8 %
  • Keine mitspielenden Kinder 18,8 %
  • Umgang mit Geschwisterkinder / anderen Kindern, die nicht mitspielen 14,9 %

Als andere genannt:

  • Fehlende Konzentration und fehlende Bewegung der Kinder am Nachmittag nach einem langen Schultag
  • Wenig Zeit im Rahmen einer AG (60 Minuten) oder in der Schulstunde (45 Minuten), fehlende Zeit im Alltag (nur in den Ferien möglich, weil 3h mit Pause gespielt wird)
  • Unterschiedlichkeit der Kinder (Alter, Bedürfnisse)
  • Schwierigkeiten bei der Terminfindung
  • Schwierigkeit, Stimmung und Umgebung zu transportieren
  • Für unbekannte Kinder spielleiten
  • Zu große Gruppe (mehr als 4-5 Kinder)
  • Kinder wollen spontan losspielen
  • Als Spielleitung Probleme, die Zeit zum Vorbereiten zu finden

Was waren deine bisherigen Schwierigkeiten beim Spielleiten für Kinder? 99 von 138 

  • Fehlende Konzentration und kurze Aufmerksamkeit (36)
  • Diversität der Gruppe (Alter der Kinder, aber auch Unterschiede der Charaktere und in der Erwartungshaltung der Kinder) (15)
  • Die Kinder wollen der Geschichte / dem Plot nicht folgen (9)
  • Kein Gruppenspiel unter den Kindern (7)
  • Fehlende Frustrationstoleranz und Demotivation bei Patzern (6)
  • Gewalt / negative Handlungen der Charaktere (6)
  • Eltern, die stören / behindern / überzeugt werden müssen (5)
  • Das Spotlight gleichmäßig / gerecht verteilen (4)
  • Fehlendes Rollenspiel (z. B. an Fertigkeiten erinnern müssen) (4)
  • Kinder hören passiv zu statt aktiv mitzuspielen (3)
  • Ausufernde Kreativität der Kinder lenken (3)
  • Einstiegshürde bei den Kindern nehmen (3)
  • Zeitmangel und Terminfindung (3)
  • Hibbeligkeit der Kinder (3)
  • Improvisation fällt schwer (3)
  • Keine anderen Kinder zum Mitspielen (3)
  • eigene Spielhaltung (zu hohe Erwartung an die Runde und fehlende Geduld) (2)
  • Zu große Gruppe (2)
  • Kindgerechte Abenteuer finden (2)
  • Passendes Pacing: das richtige Tempo des Abenteuers und Spannung halten (2)
  • Konflikte unter den Kindern (2)
  • Fehlende Vorstellungskraft (2)
  • Magiefähigkeiten gerecht adressieren / richtig anwenden (2)
  • Chaos (2)
  • Fremde Kinder einschätzen müssen (1)
  • Abenteueraufbau ist schwierig (zu viel nachlesen zu müssen) (1)
  • Kinder lassen sich nicht von den Kinderrollenspielen begeistern (die Optik ist zu kindlich) (1)
  • Regeln verstehen (1)
  • Schnelleres Losspielen erwünscht (1)
  • Unsicherheit beim Leiten (1)
  • Begleittiere spielen (1)
  • Fehlende Haptik (1)
  • Plot war zu komplex (1)
  • Rolle der Spielleitung wurde nicht akzeptiert (1)
  • Spannung halten (1)
  • Lautstärke (1)

Gab es konkrete Situationen, die sich für dich beim Spielleiten für Kinder schwierig oder überfordernd angefühlt haben? 91 von 138

  • Fehlendes Gruppenspiel (7)
  • Gewalt im Rollenspiel (6)
  • Fehlende Aufmerksamkeit & Konzentration (5)
  • Lärm und Lautstärke (5)
  • Schwierigkeiten beim Improvisieren (5)
  • Nicht dem Plot / der Geschichte folgen (5)
  • Unbekannte Kinder und daher Unsicherheit (3)
  • Einfallslosigkeit bei Kindern und wie man ihnen weiterhilft (3)
  • Konflikte zwischen den Kindern (3)
  • Altersunterschiede der Kinder (3)
  • Negative Gruppendynamik (ein Kind zieht die anderen runter / lenkt alle ab) (3)
  • Nicht den Regeln / der SL folgen wollen (2)
  • Zu komplexe Geschichte (2)
  • Kein kindgerechtes Material (2)
  • Unerwartete Emotionen (z. B. Traurigkeit) auffangen müssen (2)
  • Diversität der Kinder bezüglich Interessen, Kreativität usw. (2)
  • Frust durch misslungene Aktionen (2)
  • Demotivation (auch durch Ingame Fehler) (2)
  • Chaos (2)
  • Trennen der Gruppe sorgte für Probleme (1)
  • Kinder brauchen mehr Visualisierungen und Beschreibungen (1)
  • Ausspielen von Mobbing-Situationen (1)
  • Dominante Kinder, die anderen keinen Raum lassen (1)
  • Eltern, die stören (1)
  • Verschiedene Magiefähigkeiten gleich behandeln (1)
  • Neurodivergente Kinder, die viel Aufmerksamkeit einfordern (1)
  • Spotlight richtig verteilen, passive Kinder wieder ins Spiel holen (1)
  • Zu große Gruppe (1)

Teil 3: Welche tollen Erfahrungen haben sie in ihren Kinderrollenspielrunden erlebt

Was macht dir besonders viel Freude am Spielleiten für Kindern? 97 von 138

  • Kreativität der Kinder (Ideen, Herangehensweise, Geschichten, Zusammenarbeit, Lösungsideen)
  • Weniger Druck und weniger Erwartungen 
  • Ihre Unvoreingenommenheit
  • Ihre Begeisterungsfähigkeit und Freude an Problemlösungen, den Geschichten und der Welt, wovon oft noch wochenlang geredet wird
  • Bunte, lustige und kreative Charaktererschaffung
  • Die unverfälschte Freude der Kinder
  • Ihnen das schönste Hobby der Welt näher zu bringen
  • Fehlendes Powergaming
  • Das gemeinsame Erleben von Abenteuern
  • Zeit, die man gemeinsam verbringt
  • Ihre Entwicklung beim Spielen zu erleben
  • Alternative Beschäftigung zu digitalen Inhalten und damit die eigene Vorstellungskraft zu fördern
  • Es ist sehr lustig
  • Sie in den Charakterrollen und in einer freien Welt zu erleben
  • Zu sehen, woran sie Spaß haben und wie sie dabei aufblühen
  • Die SL wird nicht als Antagonist empfunden
  • Zu erleben, wie sich die Kinder gegenseitig positiv bestärken, sich unterstützen und die Geschichte gemeinsam erzählen
  • Sie reagieren einfühlsamer auf Situationen als bspw. erwachsene Spielende

Teil 4: Für wen und wo soll gespielleitet werden?

Wie alt sind die Kinder, für die du leiten willst? 137 von 138

In welchem Rahmen leitest du für Kinder oder möchtest du Kinderrollenspielrunden anbieten? 137 von 138

  • Eigene Kinder Zuhause 46 %
  • Erweitere Familie / Freundeskreis 62 %
  • Schule / Hort / Kita 22,6 %
  • Verein / Jugendgruppe / Con 38 %
  • Andere 5,8 %

Andere:

  • Stadtbücherei / Bibliothek
  • Konfi-Freizeit, kirchliches Umfeld
  • Spielemessen, Conventions
  • Buchhandlung
  • Im Rahmen der GRT (Gratisrollenspieltage)

Teil 5: Was wird in einer Spielleitungshilfe für Kinderrollenspiel benötigt

In welcher Form hättest du gerne die Spielleitungshilfe? 137 von 138

Andere: 

  • Zum Spiel passendes Material / Handouts für die Kinder
  • Videos für Kinder (zum Thema X-Karte oder „Sei kreativ Tipps“)
  • SL-Schirm
  • Forum auf Verlagsseite
  • Zum einmaligen Durchlesen / nicht zu viel zu lesen
  • Als Art problemspezifischer Spielleiterschirm oder Checkliste, um spontan Ideen für Lösungen zu haben

Was würde dir dabei am meisten helfen? 135 von 138

  • Praktische Tipps zur Umsetzung einer Spielrunde für Kinder 80 %
  • Konkrete Hilfestellung bei „was wäre, wenn“-Situation 65,2 %
  • Konkrete Spielbeispiele 51,1 %
  • Austausch mit anderen 32,6 %
  • Regelerklärung und Charakterbau als Übung 27,4 %
  • Andere 4,4 %

Andere:

  • Mehr Abenteuer
  • Atlas mit detaillierter Ort- und Umgebungsbeschreibung
  • Tipps für die jeweiligen Altersgruppen
  • Auch „Negativbeispiele“ benennen, also was ist zu tun, wenn etwas nicht klappt

Welches Hintergrundwissen zum Thema Pen-and-Paper-Rollenspiele allgemein brauchst du noch, um dich als Spielleitung sicher bzw. sicherer zu fühlen? 90 von 138

  • Umgang mit Kindern / Jugendlichen im Gegensatz zu Erwachsenen (8)
  • Kindgerechte Abenteuer und Ideen mit Beispielen (7)
  • Mehr Material für das RPG (Hintergründe, Abenteuerideen, Puzzle- und Rätselideen, Sidequests, fertige Charaktere) (5)
  • Erfahrungen von anderen (3)
  • Übersichtliche Handouts für Regeln (3)
  • RPG für unterschiedliche Altersgruppen mit Beispielen (2)
  • Umgang mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne (2)
  • Improvisation (2)
  • Ausstieg und Abschluss (1)
  • Gruppendynamik (1)
  • Allgemeine Einführung für Rollenspiel (1)
  • Inspirationsquellen benennen (1)
  • Konfliktbewältigung (1)
  • Moderationstipps bei Störungen (1)
  • Rolle der Spielleitung (1)
  • Umgang mit kindlicher Energie, der eigene Ressourcen schon (1)
  • Umgang mit schwierigen Situationen (1)
  • Basistipps für ein „erfolgreiches“ Spiel (1)
  • Tipps für den Spannungsaufbau (1)
  • Umgang mit Frust / Demotivation bei Fehlschlägen (1)

Welche Schwierigkeiten soll die Spielleitungshilfe thematisieren? 136 von 138

  • Aufmerksamkeit halten 70,6 %
  • Unterschiedliche Bedürfnisse in der Gruppe 69,9 %
  • Mit Chaos / Abschweifungen umgehen 67,7 %
  • Konflikte zwischen den Kindern 51,5 %
  • Kreativität der Kinder lenken 49,3 %
  • Regeln erklären 34,6 %
  • Improvisieren 31,6 %
  • Die Rahmenbedingungen 25,7 %
  • Eigene Überforderung 20,6 %

Andere (2,2 %): 

  • Ersteinführung – oft ist es nicht leicht, kindgerecht zu erklären, „Was das für ein Spiel ist“ (sowohl mit RPG im allgemeinen als auch mit konkreten Systemen)
  • Beispiele geeigneter Plots
  • Umgang mit Gewalt als Lösung im Rollenspiel

Fazit

Wir sehen in den Antworten sehr deutlich, welche generellen Herausforderungen (eben auch mehrfach) genannt werden, die relativ wenig mit den speziellen Rollenspielen zu tun haben, sondern eher den konkreten Umgang mit nicht-erwachsenen Rollenspielenden am Tisch meinen. Auch wenn natürlich die Regeln für Kinder kindgerecht erklärt werden sollen, sehen wir auch die Notwendigkeit, z. B. über die Themen Gruppenspiel, Aufmerksamkeitsspanne und Konzentrationsfähigkeit, Gewalt als Lösungswunsch und Chaos in der Spielrunde zu sprechen und euch dafür konkrete Hilfestellungen zu geben.

Eure Antworten waren so detailliert und die Themen so relevant, dass Michael von Green Gorilla und ich (Cassandra von Kinderrollenspiel.de) uns entschlossen haben, über eine Verlagsspielleitungshilfe für Little Wizards hinaus auch eine allgemeine Spielleitungshilfe als ein kleines Großprojekt (ihr kennt das mit den Rollenspielprojekten) zu erarbeiten und für alle kostenlos zugänglich zu machen.

Also irgendwann, denn dafür brauchen wir mehr Leute und auch pädagogische Expertise, daher: Meldet euch, wenn ihr mit Texten, Expertise, Input oder anders zu unserem kleinen Großprojekt beitragen wollt! 

Schreibt mit am besten eine E-Mail an cassandra@kinderrollenspiel.de oder meldet euch bei mir auf dem Discord.

Austausch

Auf unsere Frage „Wäre es für dich interessant, mit anderen in Kontakt zu kommen, die auch Rollenspielrunden für Kinder leiten?“ haben 69,6 % mit Ja geantwortet.

Also kommt gerne auf den Kinderrollenspiel.de-Discord, dort können wir uns austauschen: zum Kinderrollenspiel.de-Discord

Eure Tipps für Spielleitungen – „Lebe das Chaos, liebe das Durcheinander, vergiss die Planung!“

Zum Schluss möchte ich euch noch die Tipps für das Leiten von Kinderrollenspielrunden mit auf den Weg geben, die ihr in der Umfrage für andere parat hattet:

  • Sei spontan und gehe mit ihren Ideen mit.
  • Halte dich nicht krampfhaft an Regeln fest.
  • Erwarte nicht zu viel von den Kindern, kurze Rollenspielerfahrungen / Einblicke ins Spiel sind auch gut.
  • Mache die Runde nicht zu lang.
  • Lass‘ die Kinder auch etwas „anfassen“, bring‘ Material mit (zum Beispiel für Rätsel).
  • Zeige Bilder zum Visualisieren.
  • Baue Bewegungsspiele ein.
  • Gib jedem Kind seinen „Moment to shine“.
  • Gib einen Rahmen vor: Begrüßung, Spiel, Abschluss / Ausstieg
  • Mache es nicht zu kompliziert und nicht moralisch grau.
  • „Lebe das Chaos, liebe das Durcheinander, vergiss die Planung!“
  • Sei auf Augenhöhe mit den Kindern, du bist nicht ihr Gegner, sondern feiere ihre Erfolge.
  • Bewahre die Ruhe und sei‘ geduldig.
  • Biete konkrete Handlungsoptionen an oder helfe den Kindern durch NSCs aus, wenn sie nicht weiter wissen.
  • Übe das Zuhören und Zusammenarbeiten auch über andere Spiele, zum Beispiel durch kooperative Brettspiele.
  • Zeig‘ den Kindern, dass sie die Welt erkunden und Einfluss nehmen können.
  • Baue Pausen ein und gebe Zusammenfassungen, um alle wieder abzuholen.
  • Arbeite mit Fragen und erstelle Atmosphäre und Orte gemeinsam mit den Kindern.
  • Setze klare Grenzen.
  • Bringe Geschenke mit.
  • Lass‘ die Süßigkeiten nicht unbeaufsichtigt auf dem Tisch stehen ;).
  • Belohne konstruktiv-kreatives Verhalten.
  • Höre zu, lerne die Kinder kennen. Informiere dich über Ängste, Probleme und Tabuthemen im Vorfeld. Nutze Safety Tools.
  • Setze auf genaue Beschreibungen bei Aktionen und Dialogen.
  • Lade bei öffentlichen Veranstaltungen die Eltern / Begleitpersonen mit an den Tisch ein.

Tausend Dank euch allen für eure tollen Antworten! Wir freuen uns sehr, uns nun an die Spielleitungshilfe zu setzen.

 

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